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 Betreff des Beitrags: Duchesse de Polignac
BeitragVerfasst: 21.10.2008 03:11 
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Königliche Familie
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Sie hieß eigentlich Yolande Martine Gabrielle von Polastron, Gräfin und später Herzogin von Polignac (* 8. September 1749 in Paris; † 9. Dezember 1793 in Wien).
Nach dem Tode der Mutter wurde sie zu ihrer Tante geschickt, die sie in ein Konvent für adelige Damen gab.

Im Alter von 18 Jahren wurde sie mit dem Kapitän des königlichen Dragonerregiments, Graf Jules von Polignac (1745–1817)verheiratet.
Das Paar hatte vier Kinder.
Durch die Schwester ihres Mannes gelangten sie an den Hof von Versailles, wo Gabrielle 1775 auf Antoinette traf und sofort deren Gunst gewann.
Wegen ihrer beruhigenden Wirkung, die sie auf die Königin hatte, machte sie sich auch bei Ludwig XVI. beliebt.
So verdrängte Gabrielle schon bald die Prinzessin de Lamballe als engste Vertraute des Königin.

Als Anführerin des exklusiven Zirkels um die Königin gelang es ihr, große Vorteile für ihre gesamte Familie zu gewinnen, was ihr jedoch die Gegnerschaft und den Neid des alten Hofadels einbrachte, der sie als Emporkömmling ansah.
Gleichzeitig zog sie sich auch den Hass der Massen zu, die ihren luxuriösen Lebensstil am Hofe und die Versorgung ihrer Familie auf Staatskosten missbilligten.

Auf dem Höhepunkt ihres Einflusses wurde sie zur Gouvernante der königlichen Kinder berufen und ihr Gemahl 1780 in den Herzogsstand erhoben.
Die Polignac-Fraktion gehörte nun zu einem der bedeutendsten Machtfaktoren am Hof, deren Unterhalt jedoch Unsummen verschlang.

Nach der Geburt von Marie Antoinettes zweitem Sohn Louis Charles 1785 begann Mme de Polignacs Macht jedoch zu schwinden, da die Königin die Kosten, welche durch die Polignacs und ihren Anhang verursacht wurden, aber auch deren Betragen zunehmend als bedrückend empfand.
Das Missfallen der Königin äußerte sich schließlich darin, dass sie Mme de Polignac die Stellung der Ersten Kammerfrau entzog und sie der Mme Campan übertrug.

Gabrielle zog daraus schließlich ihre Konsequenzen und entschloss sich, Freunde in England zu besuchen.

Nach ihrer Rückkehr involvierte sie sich zunehmend in die aktuelle Politik und führte bald die Ultraroyalisten am Hof an, die jegliches Entgegenkommen an die Angehörigen des Dritten Standes ablehnten und auf die Rehabiliterung des Absolutismus hofften.
So überzeugte sie gemeinsam mit dem Bruder des Königs, Graf von Artois, die Königin, deren Gunst sie erneut erlangte, den reformfreudigen und beim Volk beliebten Finanzminister Jacques Necker zu entlassen.
Ein schwerer Schlag für das Volk und ein weiterer schlimmer Fehler, den Antoinette begang...

Nach dem Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 flüchteten die Polignacs in die Schweiz und unternahmen Reisen nach Italien, von wo aus sie jedoch weiterhin Briefkontakt mit der königlichen Familie pflegten.

Gabrielle de Polignac erkrankte jedoch schon einige Jahre später an Krebs und starb -- kurz nachdem sie von der Hinrichtung ihrer einstigen Freundin erfahren hatte -- in Wien.
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BeitragVerfasst: 11.12.2008 15:00 
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ich bezweifel es, ob sie wirklich ne gute Freundin für Marie Antoinette war...

Sie war doch sehr auf ihr Wohl und das Wohl ihrer Familie bedacht (milde ausgedrückt)

dauphine :yes:


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 Betreff des Beitrags: Die Freundschaft ...
BeitragVerfasst: 11.12.2008 15:12 
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... zu Mdm Polignac war sehr stark von Marie Antoinette gewünscht.

Da die Hofhaltung in Versailles sehr kostspielig war, hat Ihr Marie Antoinette finanziell geholfen.

Die Kleidung, das Personal, die Unterkünfte im Schloss, das Spielgeld für die täglichen Glücksspiele etc etc
war mehr als die arme Familie Polignac jemals hätte aufbringen können.

Da Marie Antoinette sie immer in ihrer Nähe haben wollte, hat sie Yolande geholfen standesgemäß am Hof von Versailles versorgt zu sein.

Madame Polignac hat nie großes Aufsehen über Ihre Freundschaft zu Marie Antoinette gemacht und kleine Politik betrieben, außer vielleicht die Ihre eigene Faminie zu protegieren.

LG


Turlupin


Zuletzt geändert von Ministre Turlupin am 12.12.2008 09:09, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Freundschaft ...
BeitragVerfasst: 11.12.2008 15:19 
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Turlupin hat geschrieben:
... geholfen, standesgemäß am Hof von Versailles versorgt zu sein.

Madame Polignac hat nie großes Aufsehen über Ihre Freundschaft zu Marie Antoinette gemacht und kleine Politik betrieben, außer vielleicht die Ihre eigene Faminie zu protegieren.

LG


Turlupin


also in einigen Bücher stand genau dieser PUnkt drin.....sie hat ihre eigene Familie extrem unterstützt...Sie wusste auch, wie sie sich geschickt durchsetzen konnte. Marie Antoinettes Liebe und Freundschaft war ihr durchaus bewusst.

Grüßle...dauphine


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BeitragVerfasst: 12.12.2008 09:21 
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Ja das stimmt , das hochgestellte, adelige Herrschaften diesen Punkt kritisierten und das auch in einigen Biographien wieder auf taucht.

Prinzipiell muß zum Ämterkauf in Frankreich des Regime Ancien folgendes gesagt werden:
Wichtige Ämter bei Hof oder im Militär waren dem reichen Adel vorbehalten, die eine Menge Geld an die Krone bezahlt haben um ein gutbezahltes Amt zu erhalten.
Auch war die adelige Herkunft bis in die x te-Generation, am besten zurück bis zu den Kreufahren nötig um für ein Offizierpatent geeignet zu sein. Das hat zu vie Unmut geführt.

In einige Ämter wurde man auch vom König berufen, werden wenn man besonders fähig und zu den besten Köpfen des Landes gehörte.

Der Clan der Polignacs hat einige gute Posten in Versailles besetzt ohne auch nur eine Sous dafür zu bezahlen oder dafür besonders geeignet zu sein.
Da hat Einigen schwer zu schaffen gemacht.
Außerdem wurde durch die Familie der Polignac die Position der Königin gestärkt. Was einigen auch mißfiel.

Also es ging bloß um Geld und Macht.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.12.2008 16:02 
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Turlupin hat geschrieben:


Also es ging bloß um Geld und Macht.


ja, das stimmt.....leider...wie so oft Bild

dauphine


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