Marie Antoinette Forum

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 Betreff des Beitrags: Halsbandaffäre
BeitragVerfasst: 13.09.2008 17:00 
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Die so genannte Halsbandaffäre (Französiscch: l'affaire du collier de la reine) war ein Betrugsskandal am französischen Hof von 1785-1786, in den unter anderem die Königin Marie Antoinette verwickelt war.





Die Pariser Juweliere Böhmer und Bassenge hatten einige Jahre lang Diamanten für ein Collier gesammelt, das sie zuerst an Madame Dubarry, die Mätresse von Ludwig XV., sodann an Marie Antoinette zu verkaufen hofften. 1778 schlug Ludwig XVI. der Königin vor, ihr das Collier zu schenken, was ihn 1,6 Millionen Livres gekostet hätte. Die Königin lehnte diesen hohen Preis jedoch ab - zumal es sich um ein wahres Vermögen handelte. Nachdem die Juweliere vergeblich versucht hatten, das Collier außerhalb Frankreichs zu veräußern, traten sie 1781 nach der Geburt des Dauphins Louis-Joseph-Xavier-François (1781-1789) erneut an Marie Antoinette heran, die aber wiederum ablehnte.

Marie Antoinette hegte eine große Abneigung gegen eine bestimmte Person am Hof: den Kardinal Louis de Rohan, ehemals Gesandter in Wien, von wo er 1774 abberufen worden war, nachdem er das Missfallen der Kaiserin Maria Theresia wegen seines leichten, oberflächlichen Lebensstils erregt hatte. Marie Antoinette hielt ihn offenbar für den Zuträger, der Ihrer Mutter Maria Theresia von ihrem verschwenderischen Lebenswandel als Gattin des Dauphins berichtet hatte, wofür sie mehrmals Tadel hatte einstecken müssen. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich war der Kardinal bemüht, die Gunst der inzwischen Königin gewordenen Marie Antoinette wiederzugewinnen. Motivation könnte der Wunsch gewesen sein, die Stellung des Premierministers zu erlangen. Antal Szerb schildert allerdings schwärmerisch-erotische Motive.
Im März 1784 machte Rohan die Bekanntschaft einer gewissen Jeanne de Valois-Saint-Rémy, die von einem unehelichen Sohn Heinrichs II. abstammte. Jeanne de Valois hatte nach vielen Abenteuern einen selbsternannten Comte de La Motte geheiratet und lebte von einer kleinen Pension, die ihr der König gewährte. Diese Hochstaplerin gewann bald größten Einfluss auf den Kardinal, mit dem sie eine intime Beziehung einging. Sie überzeugte ihn, dass sie von der Königin empfangen worden sei und ihre Gunst genieße; Rohan beschloss, sie zu benutzen, um das Wohlwollen der Königin wiederzuerlangen. Die Comtesse de La Motte versicherte dem Kardinal, sich für ihn bei der Königin einzusetzen.
Dies war der Anfang einer vorgeblichen Korrespondenz zwischen Rohan und der Königin, in der die Comtesse auf Rohans Briefe an Marie Antoinette gefälschte Antworten lieferte, von denen sie versicherte, dass sie von der Königin kämen. Der Tonfall der Briefe wurde sehr warmherzig, und der Kardinal – überzeugt davon, dass sie ihn liebe – verfiel ihr leidenschaftlich. Er bat die Comtesse, ein geheimes Gespräch mit der Königin zu arrangieren, und im August 1784 fand im Garten von Versailles in einem Hain ein Treffen zwischen dem Kardinal und einer Prostituierten, welche der Kardinal für die Königin hielt, statt. Rohan bot ihr eine Rose an und sie versprach ihm, die Vergangenheit zu vergessen. Später erklärte eine gewisse Marie Lejay – die Marie Antoinette ähnelte – dass sie für die Rolle der Königin in dieser Komödie verpflichtet worden war. In jedem Fall profitierte die Comtesse von der Überzeugung des Kardinals und lieh sich von ihm große Geldsummen, die angeblich für wohltätige Werke der Königin bestimmt waren. Mit diesem Geld konnte sie eine achtbare Rolle in der Gesellschaft einnehmen, und viele glaubten an die Echtheit ihrer engen Beziehung zu Marie Antoinette, mit der sie öffentlich und offenherzig prahlte. Es ist eine ungeklärte Frage, ob sie die Menschen einfach nur täuschte, oder ob sie von der Königin für einen unbekannten Zweck beschäftigt wurde, beispielsweise, um den Kardinal zu ruinieren. Es ist ebenso strittig, von wem die Initiative ausging, einen erneuten Versuch zu machen, das Halsband an die Königin zu verkaufen, unstrittig ist aber, dass die de La Motte als wirkliche oder angebliche Vermittlerin auftrat. Der spätere Verlauf der Geschichte legt jedoch nahe, dass Jeanne de La Motte selbst zu den Hauptinitianten gerechnet werden muss. (Ebenfalls als Urheber darin verwickelt war der Alchemist und Hochstapler Alessandro Cagliostro.)
Am 21. Januar 1785 erklärte die Comtesse, dass die Königin das Collier kaufen wolle, wobei sie aber wünsche, dass der Kauf über den Kardinal Rohan abgewickelt werden solle. Eine Weile später erschien Rohan zu Verhandlungen über den Kauf der berühmten Halskette, für deren Preis von 1,6 Million Livres eine Ratenzahlung vereinbart wurde. Er behauptete, eine Vollmacht der Königin zu besitzen und zeigte den Juwelieren eine Bestätigung der Kaufbedingungen, scheinbar von der Königin Marie Antoinette selbst unterschrieben. Rohan brachte das Collier in das Haus der Comtesse, wo es ein Mann in Empfang nahm, den er für einen Kammerdiener der Königin hielt.

Die Königin erhielt die Kette jedoch nie. Im Gegenteil ergaben Ermittlungen während des späteren Prozesses, dass der Comte de La Motte nach London aufgebrochen war, um dort Diamanten aus dem Collier zu verkaufen.
Comtesse de La Motte hingegen erzählte dem Kardinal, dass Marie Antoinette ihm ein Zeichen der Dankbarkeit geben werde und Rohan glaubte, dieses in einem Kopfnicken erkannt zu haben. Ob es sich dabei um Zufall oder eine Halluzination seinerseits gehandelt hat, weiß niemand.

Als der Termin für die Bezahlung der ersten Rate kam, legte de La Motte die Briefe des Kardinals vor. Diese waren für Böhmer aber unzureichend, so dass er sich direkt bei der Königin beschwerte. Diese richtete ihm aus, dass sie das Collier weder bestellt noch erhalten habe und ließ sich die Geschichte von den Verhandlungen erzählen. Daraufhin folgte der Coup de théatre, ein unvorhergesehenes Ereignis. Am 15. August 1785 (Mariä Himmelfahrt), als der gesamte Hofstaat den König und die Königin erwartete, um in die Kapelle zu gehen, wurde Kardinal Rohan festgenommen und in die Bastille abgeführt. Er war noch in der Lage, seine Korrespondenz mit der vermeintlichen Königin vernichten zu lassen; es ist nicht bekannt, ob dies unter dem stillschweigenden Einverständnis der Beamten erfolgte, die es jedenfalls nicht verhinderten. Jeanne de La Motte wurde erst am 18. August verhaftet, nachdem sie ihre Aufzeichnungen vernichtet hatte.
Die Polizei versuchte, ihre Komplizen ausfindig zu machen und nahm Marie Lejay und einen gewissen Reteaux de Villette fest, einen Freund der Comtesse, der zugab, die an Rohan im Namen der Königin geschickten Briefe verfasst zu haben, und der ihre Unterschrift auf dem Vertrag gefälscht hatte. Der berüchtigte ScharlatanCagliostro, der zur Zeit der Affäre Kontakt mit dem Kardinal Rohan hatte, wurde ebenfalls inhaftiert, es stellte sich aber heraus, dass er nicht an der Affäre beteiligt war. Kardinal Rohan akzeptierte das Pariser Parlament als Richter. Ein Sensationsprozess führte am 31. Mai 1786 zum Freispruch des Kardinals sowie von Marie Lejay und Cagliostro. Die Comtesse de La Motte wurde zum Staupbesen, Brandmarkung (einem V für voleuse) und lebenslänglicher Haft im Salpétrière-Gefängnis verurteilt. Ihr Ehemann wurde in Abwesenheit zu lebenslänglicher Galeerenstrafe verurteilt. Villette wurde verbannt.
Die öffentliche Meinung wurde durch diesen Prozess heftig erregt. Es wird allgemein angenommen, dass Marie Antoinette in der Sache keine Verfehlung anzulasten sei und dass Rohan ein unschuldiger Trottel war, den die de La Mottes für ihre Zwecke täuschten. Das Volk hingegen beharrte auf der Überzeugung, dass die Königin die Comtesse als Werkzeug benutzt habe, um ihren Hass auf den Kardinal de Rohan zu befriedigen. Verschiedene Umstände bestärkten diese Annahme und trugen dazu bei, Marie Antoinette zu diskreditieren: ihre Enttäuschung über Rohans Freispruch; die Tatsache, dass er seiner Ämter enthoben und in die Abtei von Chaise-Dieu exiliert wurde; und schließlich die Flucht von Jeanne de La Motte aus dem Salpétrière, in die das Volk den Hof verwickelt glaubte. Als die Hochstaplerin ins Ausland geflüchtet war, veröffentlichte sie in England ihre Memoiren, in denen sie die Königin beschuldigte und schwere, verleumderische Anschuldigungen gegen diese erhob.

[size=67]Quelle Wikipedia




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wie man menschen täuschen kann und wie man die warheit so verdrehen kann, ist mir ein rätsel was meint ihr dazu?






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BeitragVerfasst: 13.09.2008 17:10 
ja schon komisch vor allem finde ich das kardinal louis de rohan sich so täuschen lies ist mir ein rätsel


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BeitragVerfasst: 14.09.2008 21:19 
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Also täuschen ist nicht die rechte Beschreibung,
sondern sich dumm und unwissend stellen.
Aber das ist auch noch in heutiger Zeit gang und gäbe.

Zu Kardinal Rohan muss man einiges sagen:
Er war am Wiener Hof als Gesandter Frankreichs und Maria Theresia konnte den Kardinal nicht ausstehen. Sein Lebenswandel war für die Witwe und Kaiserin einfach schockierend und sie bat Marie Antoinette brieflich, Sie von dieser Kreatur zu befreien. Was auch gelang und Rohan kam nach Frankreich zurück.
Kardinal Rohan war kein kleiner Wicht in Frankreich und sein Stand, Herkunft und Amt erlaubten es Ihn im Schloss Versailles vorgelassen zu werden. Er war auch der der die königlichen Kinder taufte und die Messen in Versailles feierte.
Marie Antoinette sprach nie ein Wort zu ihm und erlaubte es dem Kardinal nicht das „Petit Trianon“ zu betreten. Als der Kardinal sich einmal zutritt im petite trianon verschaffte wurde der Kastellan sofort von Marie Antoinette entlassen, da er gegen ihre persönlichen Anweisungen gehandelt hatte.
Aus verletztem Ehrgefühl und in der Ermangelung einen guten Eindruck auf die Königin zu machen ist durch seine Geliebte de La Motte der Gedanke gekommen das Halsband ins Spiel zu bringen. Ob der Anstoß vom Kardinal oder von der de La Motte gekommen ist, ist unerheblich. Einen so großen Betrug vor den Augen des Hofe hätte eine kleine de la Motte nie gewagt. Sie hatte Helfer die ihr nach dem Prozess zur Flucht aus der Salpeterie verhalfen. Ein normal Verurteilter hätte nie eine Flucht gewagt oder durch führen können, Sie war nur der Sündenbock für die ganze Affäre.
Der Kardinal hat zum Schein die Schuld auf sich genommen um einfach wieder als wichtige Person angesehen zu werden. Das Louis XVI. daraus einen öffentlichen Prozess anordnete, war für Rohan überraschend und kam auf Druck der Königin zu stande, Sie wollte sich an den Kardinal rächen was aber gründlich schief ging. Da der Prozess zu Gunsten des Kardinals ausging und die Königin nie mit einem Wort beim Prozess erwähnt wurde. Aber indirekt wurde sie beschuldigt in die Affäre verwickelt zu sein und das ist auch meine Meinung, dass sie schon Wochen oder gar Monate vorher von der Sache erfahren hat und den König nicht ins Bild gesetzt hat.
Ich habe da eine Passage bei Madame Capman gefunden die diese These beweist.
Der Kardinal hat angeboten das Halsband zu bezahlen. Aber Marie Antoinette war dagegen und drängte Louis Auguste zu dem Prozess.

Hätten der Kardinal und die Königin eine übliche Konversation geführt ,wäre dieser Skandal nie geschehen. Im Gegensatz zu Madame du Barry, die aus einfachen Kreisen stammte, war das bei Rohan nicht der Fall und bloß eine Laune von Marie Antoinette, sich mit einen skandalumwitternden Kardinal nicht abzugeben. Skandale dieser Art wie Mätressen und Geliebte waren zu dieser Zeit unter Kirchenfürsten gang und gäbe und gehörten zum guten Ton, insbesondere bei franzöischen, hochgestellen Kirchenmänner und zurückreichend bis in das 14 Jhdt.
Erst vor kurzen habe ich die Bettgeschichten der Béatrice de Lagleize ceiberweiber gelesen die gleich mehrere Verhältnise mit Geistlichen hatte und von der päbstlichen Inqusition ins Verhör genommen wurde um Ketzern und insbesondere Katharern auf die Schliche zu kommen. Obwohl die Geschichte einen anderen Hintergrund hat, zeigt sie nur wie lange schon der Zölibat keine Hindernis war und ist.




LG

Turlupin


Zuletzt geändert von Ministre Turlupin am 20.09.2008 19:07, insgesamt 7-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 17.09.2008 12:30 
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Marie Antoinette wußte das ihr die schuld zugewiesen wurde und diese schmach konnte sie nicht ertragen. und als der Kardinal freigesprochen wurde, ist sie zusammen gebrochen und hat sich dann entgültig in Versailles bzw. in Trianon eingeschlossen.


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BeitragVerfasst: 17.09.2008 20:28 
ja muss ein schwerer schlag für sie gewessen sein als der Kardinal freigesprochen wurde


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 Betreff des Beitrags: Rechtssprechung
BeitragVerfasst: 20.09.2008 18:49 
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Um die Rechtssprechung des alten "Regime Ancien" besser zu verstehen muß man wissen, daß die Gerichte in Frankreich zu dieser Zeit unabhängig waren. Die Richter hatten Ihre Ämter gekauft und waren Gläubiger der Krone, das heißt die Krone benötigte die Einnahmen aus den Kauf der Titel.
Die Richter waren nicht immer königsfreundlich und der König hat durch einen "lettre de cachet" immer die Möglichkeit ein Gesetz oder ein Urteil ausser Kraft zu setzten.
Bei der Zuweisung an das unabhängige Gericht was das fatale, daß zwar Louis XVI., durch einen "lettre de cachet" das Urteil zu verändern hätte können, aber das hätte kein gutes Bild gemacht und dem Ansehen der Königin noch mehr geschadet.
Also alles im allen eine Zwickmühle aus der es kein Entrinnen gab. Ein klug gespieltes Komplott der Feinde Marie Antoinette und Louis Auguste.
Der Kardinal hatte dem König angeboten das Halsband zu bezahlen was nicht aufrichtig klingt und für den Schaden aufzukommen, was nur beweist wie vermögend und mächtig Rohan war um die Feste der Französischen Monarchie zu erschüttern.

LG


Turlupin


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BeitragVerfasst: 20.09.2008 19:48 
ah ja verstehe das wuste ich jetzt nicht das die richter ihre ämter kaufen konnten danke


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BeitragVerfasst: 20.09.2008 23:34 
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wenn man so will, finde ich feinde jetzt nicht so passend, der kadinal war ja fast in der königin verliebt. höhsten die La Motte, denn die wollte eine audijenz bei der Königin, sie wollte aber nichts von ihr wissen. hätte madame Antoinette sie empfangen, hätte es ihr nur ein ahtemzug gekostet, aber so ihren restlichen ruf. nach dem bau ihres dörfchen war endgültig schluss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Halsbandaffäre
BeitragVerfasst: 01.10.2010 16:37 
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Ist zwar schon ein alter Thread, aber: Goethe hat eine Komödie geschrieben, "Der Groß-Cophta", die eine Parodie auf die Halsbandaffäre enthält. Das Stück kennt zwar irgendwie niemand und ist auch nicht gerade sein bestes, aber wenn man sich mit der Affäre auskennt doch ganz amüsant. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Halsbandaffäre
BeitragVerfasst: 01.10.2010 17:03 
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Dubarry hat geschrieben:
Ist zwar schon ein alter Thread, aber: Goethe hat eine Komödie geschrieben, "Der Groß-Cophta", die eine Parodie auf die Halsbandaffäre enthält. Das Stück kennt zwar irgendwie niemand und ist auch nicht gerade sein bestes, aber wenn man sich mit der Affäre auskennt doch ganz amüsant. :lol:



Ich kenne es auch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Halsbandaffäre
BeitragVerfasst: 18.10.2010 19:50 
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Zitat wallE:
ah ja verstehe das wuste ich jetzt nicht das die richter ihre ämter kaufen konnten danke.

Die Käuflichkeit ist aber im weiteren Sinne zu verstehen. Es ist auch die Erblichkeit beinhaltet.
Das wurde mit Henri IV. eingeführt, so konnten Ämter an Söhne vererbt oder gekauft werden. Beim Militär war das ähnlich. Hier wurden ganze Regimenter an die Söhne vererbt und die Kosten direkt mit dem Minister verrechnet. Kost, Verpflegung Sold waren dann Sache des Inhabers des Regiments der auch die Kasse verwaltete.
Die Einkünfte aus Steuern und Gebühren wurden der Krone vorgestreckt, und während eines Jahres durch Einnahmen bei Gericht eingehoben oder von eigenen Steuerpächtern eingetrieben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Halsbandaffäre
BeitragVerfasst: 23.05.2011 21:12 
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Es gibt ja auch den Film " Das Halsband der Königin ". Ich finde ihn sehr gut gelungen und er stellt die Ereignisse sehr schön dar, aber ob das alles wirklich genauso passiert ist?

Ich finde Jeanne de Valois wird dort als sehr mutige Frau dargestellt, die einfach nur ihr Recht einfordern wollte. Aber was mich interessiert ist, ob sie tatsächlich vor hatte der Königin zu schaden, oder doch nur aus reiner "Verzweiflung" so gehandelt hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Halsbandaffäre
BeitragVerfasst: 25.05.2011 14:12 
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leider kenne ich den film noch nicht vlt sollte ich ihn mir mal zulegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Halsbandaffäre
BeitragVerfasst: 26.05.2011 11:19 
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den sollte ich mir vleicht interessenhalber auch mal ansehen.
sonst kann man das immer schlecht beurteilen.

man kann halt schlecht in den kopf von jeanne hineingucken was wirklich in ihr vorging.

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 Betreff des Beitrags: Re: Halsbandaffäre
BeitragVerfasst: 27.05.2011 08:56 
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Der Film ist ganz gut, es lohnt sich auf jeden Fall, ihn zu sehen.

Über die Motive von Jeanne kann man nur spekulieren, oder weiß jemand, ob noch schriftliche Aufzeichnungen von ihr existieren, in denen auch die Motive für ihre Handlungen aufgeführt wurden? Soweit ich weiß, hat sie ja, als sie in England war, ihre Memoiren veröffentlicht.

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