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 Betreff des Beitrags: Louis-Antoine-Léon de Saint-Just
BeitragVerfasst: 28.07.2010 10:40 
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Auf dem weg nach Versailles
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Kurzbiografie




Louis-Antoine-Léon de Saint-Just; * 29.08.1767 Decize; 28.07.1794 Paris (hingerichtet).




Antoine de Saint-Just kommt am 29. August 1767 in Decize (Nivernais) als Sohn eines Kavalleriehauptmanns zur Welt. Seine Jugend verbringt er in Blérancourt (Aisne) und besucht die höhere Schule der Oratorier in Soissons. Nach dem Studium der Rechte in Reims beginnt er sich der Literatur zu widmen.


Im Alter von 19 Jahren verlässt Saint-Just fluchtartig sein Zuhause, um in der Hauptstadt sein Glück zu suchen. Beim Versuch einige Wertgegenstände der Familie zu versetzen wird er jedoch gefasst und verbringt ein Jahr in der Pariser "Maison de la Santé". Während seines Gefängnisaufenthaltes verfasst er das satirische Gedicht "Organt", das überkommene politische und philosophische Ideale der Zeit verspottet. 1787 kehrt Saint-Just zu seiner Mutter und seinen Schwestern nach Blérancourt zurück und arbeitet für eine Anwaltskanzlei in Soissons.


1789 veröffentlicht er "Organt" und verfolgt mit wachsender Begeisterung die Anfänge der im Sommer ausbrechenden Revolution. Er wohnt sowohl den Sitzungen der Nationalversammlung (Assemblée nationale) als auch denen des Klubs der Jakobiner bei. Zurück in Blérancourt, wird er in die Nationalgarde gewählt und vertritt seine Region am 14. Juli 1790 beim Jahrestag der Revolution in Paris. Am 23. September 1790 wendet er sich in einem Brief an sein Vorbild Robespierre (1758-1794), seinerzeit Abgeordneter in Arras, der die Karriere des 23-jährigen Saint-Just fortan protegiert.
Trotz der Fürsprache Robespierres wird ihm 1791 die Aufnahme in die Gesetzgebende Versammlung (Assemblée législative) aufgrund seines jugendlichen Alters sowie einer diskreditierenden Liebesaffäre verweigert. Im gleichen Jahr kommt es zur Niederschrift seiner ersten politischen Studie, die unter dem Titel "Esprit de la Révolution et de la Constitution" erscheint. Das etwa 150 Seiten starke Pamphlet verkündet sowohl Tugendenthusiasmus als auch kompromisslosen Republikanimus, was ihn mit seinem politischen Mentor vereint.


1792 wird Saint-Just als Abgeordneter von Aisne in den Nationalkonvent (Convention) gewählt. Nach den Septembermorden vom 2. bis 6. September 1792 reist er erneut nach Paris, wo er sich in der ersten Sitzung des Nationalkonvents am 13. November 1792 einen Ruf als scharfer Redner erwirbt, indem er vehement die Verurteilung Ludwigs XVI. (1754-1793) fordert. Am 16. Dezember des Jahres setzt er sich für die Verbannung aller Bourbonen ein.


Am 24. April 1794 bekämpft er den Verfassungsvorschlag von Condorcet (1743-1794), um statt dessen ein eigenes, konsequent republikanisches, Projekt ("Constitution des Montagnards") vorzustellen. Am 30. Mai 1793 wird Saint-Just Mitglied des Wohlfahrtsausschusses (Comité du salut public), der ihn am 16. Juni zusammen mit Cambon (1756-1820) beauftragt, die führenden Girondisten anzuklagen, die seit dem Aufstand vom 31. Mai inhaftiert sind. Die gleichermaßen eloquente wie inhaltlich widersprüchliche Rede vom 08. Juli 1793 besiegelt das Ende der "Bürgerlichen" im Konvent.
Angesichts der inneren (Royalisten, Föderalisten) und äußeren Bedrohung der jungen Republik, gelingt es Saint-Just am 10. Oktober 1793 den Konvent im Namen des Wohlfahrtsausschusses von der Notwendigkeit der Kontinuität der revolutionären Regierung zu überzeugen: "Le gouvernement de la France est révolutionnaire jusqu'à la paix". Die eigens ausgearbeitete Verfassung von 1793 tritt nicht in Kraft. Satt dessen avanciert der Ausschuss zum zentralen Machtorgan. Saint-Just entwickelt sich nunmehr zum radikalsten Parteigänger Robespierres, der im Zuge der Terreur auch Höchststrafen für Revolutionsgegner aus den eigenen Reihen durchsetzt.


Im Dezember 1793 übernimmt der nunmehr 26-jährige im Namen des Nationalkonvents eine 40-tägige Mission ins Elsaß, die ihn zusammen mit Le Bas (1764-1794) als Kommissare nach Straßburg, dann zur Rheinarmee führt. Durch rigorose Ordnungs- sowie Strafmaßnahmen gegen militärische Widerständler und Revolutionstyrannen wie Eulogius Schneider (1756-1794) leiten sie eine Wende in den kriegerischen Auseinandersetzungen ein, welche die feindlichen Truppen von französischem Territorium verdrängt. Anschließend unternehmen Saint-Just und Le Bas am 26. Januar 1794 eine Mission zur Nordarmee, wo ähnliche Maßnahmen ergriffen werden.


Nach seiner Rückkehr am 1. Februar 1794 bekämpft Saint-Just die Fraktionen der ultrarevolutionären Hébertisten und der gemäßigten Dantonisten. Am 13. März 1794 hält er eine Rede gegen die - unschwer zu identifizierenden - Feinde des Vaterlandes, ohne diese zu benennen. Noch am gleichen Tag wird der Kreis um Hébert (1757-1794) verhaftet und am 24. März 1794 hingerichtet. Daraufhin wird Saint-Just mit der Anklage Dantons beauftragt. Am 31. März 1794 erhebt er, gestützt auf Materialien Robespierres, das Wort gegen die Dantonisten, die kurz darauf inhaftiert und nach einem manipulierten Verfahren am 5. April 1794 hingerichtet werden.


Im Mai 1794 führt eine weitere kommissarische Mission ihn und Le Bas an die belgische Kriegsfront. Durch rigorose Ausdehnung von Strafmassnahmen gegen Verräter, das Verbot der Prostitution unter Androhung der Todesstrafe sowie die strategische Einflussnahme auf den Verlauf der Kriegshandlungen leistet Saint-Just einen bedeutenden Beitrag zum Sieg von Fleurs am 26. Juni 1794.


Zurück in Paris, erkennt er den sich abzeichnenden Bruch zwischen Robespierre und dem Wohlfahrtsausschuss aufgrund der Intensivierung des Terrors. Am 22. und 23. Juli 1794 unternimmt er zusammen mit Barère (1755-1841) in einer außerordentlichen Sitzung des Wohlfahrtsausschusses den Versuch einer Aussöhnung. Als Robespierre sich am 26. Juli 1794 in einer verbitterten Rede für die gewaltsame Reinigung der Komitees von verräterischen Kräften ausspricht, wird dieser Tags darauf inhaftiert und ohne Verfahren zum Tode verurteilt. Saint-Just übernimmt als einziger Redner im Konvent seine Verteidigung und wird mit ihm zusammen sowie Le Bas,Couthon u.a. am 10. Thermidor (28. Juli) 1794 guillotiniert.

Quelle:historicum.net

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Zuletzt geändert von Desmoulins am 28.07.2010 11:47, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 11:12 
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Bitte editieren und Quelle angeben, bzw in dem Fall, das dieser Text komplett von Wikipedia kopiert wurde ;)

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 11:41 
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Hat sich erledigt .

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 12:01 
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Ich sehs ;) Aber warum nun der ganze Text ersetzt wurde muss ich auch nicht verstehen oder? ;) Ich habe ja nicht gesagt das er schlecht war.. Auch wenn ich von Wiki nicht immer was halte, aber bei diesen Herren kann ich nicht sagen was 100% stimmt und was nicht was deren Leben sogesehen im privaten angehen...XD

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 13:34 
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St.-Just war ein extrem Radikaler und ich kann ihm keinerlei Sympathie entgegen bringen.

Sein Fanatismus war abscheulich.

Aussprüche wie:"„Nicht die Gefängnisse haben überfüllt zu sein, sondern die Friedhöfe!“,belegen das.

Er war auch massgeblich an der Beseitigung Dantons und Desmoulins beteiligt.

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 13:44 
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Naja aber R. hat auf ihr schier geschwört und die Menschen unterstützen ihn...
Ich erinnre mich an die Aussagen das nichts Neues erreicht werden könnte, wenn kein Blut fließt... Ich sage nun nicht das es von ihm war, weil ich mich just in diesem Moment daran nicht erinnern kann..*drop* Aber die Tatsache das Saint Just, R. , und auch Hérbert die schlimmsten ihrer Zeit wurden ist unabstreibar...-.-
Das daher meine mehr als extreme Abneigung gegen diese Person klar auf der Hand liegt ist ja nicht sehr verwunderlich denke ich... XD

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BeitragVerfasst: 06.08.2010 14:59 
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Und so sah er aus.

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