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 Betreff des Beitrags: George Jacques Danton
BeitragVerfasst: 28.07.2010 09:36 
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Auf dem weg nach Versailles
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Da noch einige führende Köpfe der Revolution fehlen,werde ich das nach und nach ergänzen.

Kurzbiografie


Georges-Jacques Danton (d'Anton); * 26.10.1759 Arcis-sur-Aube; 5.4.1794 Paris (hingerichtet)


Revolutionsführer; Justizminister; Mitglied des Wohlfahrtsausschusses


Danton entstammt einer kleinbürgerlichen Familie der Provinz. Nach Studien bei den Oratorianern wird er Schreiber beim Prokurator von Paris und dann Advokat. Von 1785 bis 1791 wirkt er als Anwalt im Conseil du Roi.


Der mitreißende Redner nimmt bereits 1789 maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf der Revolution, deren Schöpfung er ist. Trotz seiner Hässlichkeit vermögen seine Kraft und Energie die Massen zu fesseln. Danton sieht es als unmöglich an, die Revolution auf "geometrische Weise" durchzuführen - hieraus erklärt sich auch seine "relative" Haltung und seine wandelbare Politik, abgesehen von seiner Käuflichkeit.
Dantons politische Basis ist der Club der Cordeliers, an dessen Gründung er mitwirkt. Zugleich gehört er der Pariser Kammer an, deren stellvertretender Staatsanwalt er seit Dezember 1791 ist.


Nach der Flucht des Königs wird er ein engagierter Vertreter der Republik. Dies führt dazu, dass Danton maßgeblich an der Organisation einer Versammlung auf dem Marsfeld beteiligt ist, die am 17. Juli 1791 in einer Unterschriftensammlung den Sturz des Königs und die Einführung der Republik fordert. Durch seine Propaganda hat er wesentlichen Anteil an der Erstürmung der Tuilerien und der Inhaftierung der königlichen Familie am 10. August 1792; er ist nun nicht mehr nur Führer eines Stadtviertels, sondern auch Motor der Revolution. Den Höhepunkt seiner Karriere erreicht er, als er das Justizministerium übernimmt. An den Septembermorden des Jahres 1792 ist Danton persönlich nicht beteiligt, leitet aber auch keine Gegenmaßnahmen ein.


Nach kurzer Zeit legt er sein Ministeramt nieder und wird vorübergehend als Kommissar nach Belgien geschickt, vermag allerdings seinen politischen Einfluss im Konvent zu sichern. Dort spielt er als Führer der Bergpartei eine zentrale Rolle und erreicht am 10. März 1793 die Einrichtung der Revolutionstribunale. Zugleich ist er maßgeblich an der Bildung des Wohlfahrtsausschusses beteiligt.


Dem Blutvergießen um seiner selbst willen abgeneigt, versucht er im Konvent das Leben der Königin zu retten und widersetzt sich ab November 1793 der Praxis der Terreur. Innenpolitisch tritt Danton für einen Ausgleich mit den Girondisten ein, um die Einheit Frankreichs zu sichern. Im Sinne einer Sicherung der Errungenschaften der Revolution lehnt Danton auch eine Fortsetzung der Kriegspolitik ab. Nachdem er versucht hat, mit dem feindlichen Ausland Friedensverhandlungen aufzunehmen, wird er aus dem Wohlfahrtsausschuss ausgeschlossen. Am 31. März 1794 wird er als angeblicher Komplize der Revolutionsgegner verhaftet. Die Hinrichtung erfolgte am 5.April 1794.

Quelle:historicum.net

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Zuletzt geändert von Desmoulins am 28.07.2010 11:48, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 11:37 
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Hmmm der Text ließt sich in Stücken auch wie der von Wiki... Auch hier bitte Quellen angeben... ;)


~~~~

Hm zu Danton ist es bei mir immer schwer... :S
Auf eine Art hat er etwas das ich mag. Eben diese Gabe ein fantastischer Redner zu sein und sich selbst damit schier perfekt zu ´verkaufen´...
Auf der andere Seite war er käuflich und wankelmütig... Er arbeitete m.E viel in die eigene Tasche...
Allein wenn ich daran denke, das er erst gegen Ludwig wetterte wie der Teufel persönlich, wurde kleinlaut als er merkte in was sich diese ach so tolle Revolution wandelte und auch das sie beim Königin einen unschuldigen Mann in den Tod schickten, die er sogar noch zu retten versucht (inkls Familie), stimmte dennoch dafür ihn hinzurichten... will dann allerdings die Königin retten...:roll:
Naja ich bin ja eh kein wirklicher Freund der Revolutionären ;) Weil in dem Fall auch Danton für mich ein Mörder ist...-.-

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 13:25 
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Auf dem weg nach Versailles
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Sicher war Danton wankelmütig und korrupt.

Er war mit Desmoulins Anführer der Gemässigten (Indulgents,wörtlich die Nachsichtigen ),eine Gruppe innerhalb der Bergpartei,die um Ausgleich bemüht waren.Robespierre,St.-Just u.a. waren die Radikalen,während He'bert mit seinen Anhängern die Ultra-linken waren.

Einig waren sie sich am Anfang,dass das marode feudal-absolutistische System weg musste,erst später ging man verschiedenen Wege.

Darum ist er mir nicht unsympathisch,trotz seiner charakterlichen Schwächen.

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 13:39 
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Hm, selbst wenn ich nicht auf der Seite des Königs stehen würde, wäre es fraglich ob ich Danton anders sehen würde...:S
Zwar wirkt er mit Camillie noch am "humansten" doch finde ich das dies genau genommen täuscht. Sie haben es einfach nur geschickter angestellt im Gegensatz zu R. und Saint Just...
Und wie erwähnt ist der Fakt das er ein Mörder ist nicht von der Hand zu weisen. Weil wie diese ach so gloreiche Revo endete und was es brachte die Monarchie ausuzlöschen hat man ja später nur all zu gut gesehen an dem ach so bewunderten Kaiser..*räusper* Aber ok.. ich merke ich schweife ab... XD

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 14:30 
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Auf dem weg nach Versailles
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Muss mal was grundsätzliches sagen.

Das absolutistische Regime in Frankreich war am Ende.Es war nicht reformfähig und einfach historisch nicht mehr zu halten.

Ein Land ,in dem 95% der Bevölkerung in bitterer Armut lebten,fast keine Rechte hatten und 5% auf Kosten der überwältigenden Mehrheit es sich gut gehen liessen,hatte keine Existenzberechtigung mehr.

Die Revolution änderte das grundlegend.


Erst mit der Deklaration der Menschen-und Bürgerrechte vom 26.August 1789 in der Nationalversammlung,wurde dem abgeholfen.



Ich bin nicht mit den Auswüchsen einverstanden,aber ich lasse mich auch nicht von Prunk und Pracht einiger Wenige blenden.

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BeitragVerfasst: 28.07.2010 14:59 
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Ich habe nie gesagt das die Durchsetzung der Menschen-und Bürgerrechte nicht von Nöten waren und das die Grundsätze an Foderungen nicht gerechtfertig waren. Ich bin der Meinung das es dringends an Veränderungen benötigte, ganz gleich wie sehr ich Ludwigs Regenschaft befürworte und in der Zeit des Nationalkonvents auch nicht als schlecht ansehe. Nein. Ich finde es sogar gut das sich Ludwig mit diesen arrangierte und auch diese für einen Deal mit dem König waren. Die Ausartung ua. in dem Revolutionstribunal und eben die Verräter in den eigenen Reihen um den König sind das was mich sprichwörtlich ankotzt! Und auch die Tatsache das eben die Menschen das Königtum in ihrem Land hassten und abschaffen wollte, sich dann jedoch von einem Mann einnehmen lassen der sich selbst noch zum Kaiser ( der höher als der König steht) krönt. Und somit zurück in diese schier alte Dominaz der Monarchie verfällt... Ich nenne das ein großes Maß an Sinn und Sinnlosigkeit! Vor allem war meines Wissens nach Napoleon nicht grade ein gutes Beispiel für einen guten Herrscher...-.- Wobei ich auch sagen das auch er nicht mehr in mein detailiertes Wissengebiet fällt.

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BeitragVerfasst: 06.08.2010 15:01 
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