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 Betreff des Beitrags: Couriositäten bei der Erziehung der Töcher der Kaiserin
BeitragVerfasst: 16.04.2009 00:05 
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Wer schon einmal im Riesensaal der Hofburg zu Innbruk gewesen ist, weiß das es dort den Riesesaal (in anderen Quellen auch Familiensaal gen.) gibt, mit den großen Staatsgemälden des Kaiserpaares und ihrer Kinder. Die Erzherzoge tragen Galauniform und die mädchen Robe de Cour mit den seitlich weit ausladenen Pnier á coudes, der Courschleppe und den vollversteiften im Rücken geschlossenen Leibchen.

Beim genauen Hinsehen fiel mir überascht auf wie unglaublich ähnlich sich die Kleider von Johanna Gabriele und Maria Josepha sehen, obwohl beide Mädchen auf den Bilder unterschiedlich alt sind; Johanna war 12, Maria Josepha 16 Jahre alt. Erstere trug dieses Kleid an ihrem 12. Geburtstag zur großen Gala
(s. hier: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4c/Johanna_Gabriele_of_Habsburg_Lorraine1_copy.jpghttp://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Johanna_Gabriele_of_Habsburg_Lorraine1.jpg)
und Zweitere an Tage ihrer Verlobung mit Ferdinand VI. (I.) von Neapel und beider Sizilien(s. hier: http://tibs.at/burgen/burgen_schloss...ia_josepha.jpg).
Eine Weile dachte ich nun , dass ich mich geirrt haben könnte, doch als ich mir ein Bild von Maria Antonia, dass wie die beiden anderen auch von Martin van Meytens gemalt wurde ansah, bemerkte ich das sie ebenfalls in dem selben Kleid abgebildet war; auch sie war 12 jahre alt als das Bild gemalt wurde, es hängt heute in Schloss Schönbrunn; siehe hier

Auch wurden die Schmuckstücke der verstorbene Schwestern witer gegeben; auf dem Meytensgemälde trägt Antonia die selbe Medici (Halsband) nebst Kleid wie Josepha bei Meytens, dem Kupferstich von Edlen von Trattner und dem Gemälde von Phillip Mengs, dass im El Escorial sich befindet.

Alle drei Mädchen tragen das selbe kleid, obwohl zwei von ihnen erst 12 Jahre zählen und die mittlere bereits 16 Jahre. Alle, die sih mit solchen Kleider mal auseinadergesetzt haben wissen, dass man solche nicht mehr verändern konnte, sprich sie weder größer nich kleiner machen konnte. Sie waren so körperbetonened genäht, dass sie perfekt sitzen musste damit sie ihre volle Wirkung entfalten konnten.

Diese Beobachtung und auch das Studium zeitgenösische und moderner Quellen, und auch nachfragen beim Haus-Hof- und Staatsarchiv zu Wien und beim Pater Guardian Herr Gottfried Undesser, Ordensbruder des Kapuzienerordens
Heilige Maria von den Engeln,Priester, Provinzsekretär, Provinzökonom,
Provinzarchivar, Kustos der Kaisergruft bei den P.P. Kapuzienern m Neuen Markt in Wien
haben meine Vermutung bestätigt. Seine Ehrwürden sagte mir, dass die beiden Sakophage in der Theresien-Gruft fast gleich groß wären, was nur heißen kann das beiden Trotz des verschieden hohen Alters gleich groß gewesen sein müssen, was an sich schon erstaunlich ist da eine 16. Jährige größer sein müsste als eine 12. Jährige.
Bestätigt wurde dies vom Haus-Hof- und Staatsarchiv, die so freundlich gewesen sind mir die maße der drei Mädchen zu kommen zu lassen.

Daher lautet meine vermutung, dass durch die ständige seelische Belastung wegen der politischen Zwangs-Hochzeit mit dem geistig verwirrten und völlig debilen Ferdinanad VI. von Neapel war Josepha in ihrer körperlichen Entwicklung etwas zurück geblieben, so das sie kleiner und zarter wirkte als ihre Schwestern. In einer sehr unzuverlässigen Quelle wird angegeben, das nach Josephas Tod ihre Aussteuer und ihre kleider an Maria Carolina überging die nach ihr Königin von Neapel wurde; aber das kann nicht stimmen, da nach einheilichen Zeugenaussagen sie Maria Theresia wie sie zu dieser Zeit aussah sehr ähnlich gesehen haben soll. Also muss sie viel größer und um einiges breiter gewesen sein als Josepha was manigfache Gemälde bestätigen. (s. hier: http://upload.wikimedia.org/wikipedi...tria_Queen.jpg
Maria Carolina am Tage ihre Verlobung Mit Ferdinan VI. von Neapel-Sizilien)


Nun möchte ich wissen was ihr darüber denkt; das Maria Theresia gerne alles weiter vewendete und nicht wegwarf weiß hier sicher jeder, aber gibt es noch mehr Beispiele solcher oder ähnlicher Art im Kaiserhaus oder anderen Herrscherhäusern?
Weiß hier Jemand vielleicht ein paar Dinge über die Erziehung der Erzherzöge (Innen), die mir noch unbekannt sind?

Über eine rege Diskusion und viele post würde ich mich sehr freuen!

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"Wenn Er das Regierungsgeschäft genau so gut führen würde, wie die Maurerkelle, wäre Frankreich eine Weltmacht."


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BeitragVerfasst: 17.04.2009 17:29 
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Hallo liebe Marie Antoinette!

Vielen Dank für den sehr informativen Beitrag über die Kinder von Maria Theresia.
Auch wenn mir auffällt, daß Deine Schrift und dein Stil besser geworden ist. Tippe ich, so wie bei der richtigen Marie Antoinette darauf, daß Du etwas Hilfe in Anspruch genommen hast.

Aber das ist nicht schlimm.

Zu Deiner Frage ob Dinge weitergegeben wurden, insbesonder aus dem Besitz von Geschwistern die verstorben waren.
Dann ist meine Antwort ja. Ohne jetzt eine aufwändige Recherche zu betreiben, bei Maria Theresia waren Schmuck, Möbel Einrichtungsgegenstände aller Art auch Kleider von vorrangig, repräsentativer Natur und die Kaiserin hat schon Mal ein Möbelstück oder auch Schmuck ,an andere Personen als Andenken verschenkt.
Bei Möbeln wurde ganz einfach aus dem Hofmobiliendepot zurückgegrieffen so konnte rasch ein Schloß oder einige Zimmer umgestaltet werden.
Da war reichlich Vorrat, und man musste so nicht alles neu kaufen.
Auch wurden in den Kanzleien Möbeln aus Maria Teresias Zeiten verwendet, und das ist heute auch noch so in Österreich.

Da die Kaiserin sparsam war hat Sie Schmuckstücke von verstorbenen Familienangehörigen an andere weitergegeben. Das war nicht nur praktisch sondern auch ökonomisch, bei 16 Kinder war das in der kaiserlichen Familie nicht anders, wie in anderen Familien mit vielen Kinder. Die jüngeren Kinder bekamen die alten Sachen der größeren Geschwister.

Auch Marie Antoinette war da wie die Kaiserin, sehr sparsam und fast schon knauserig.

Als Maria Josepha verstarb, hinterließ sie mehrer Dutzend Seidenkleider, die anläßlich ihrer Hochzeit angefertigt wurden oder bereits vorhanden waren.
Nur was geschah mit diesen Kleidern, wenn sie so klein waren?

Konnten Sie Karolina oder Antoinia den überhaupt passen?


Aber das alle Geschwister die gleiche Größte gehabt hätten. Gabriela, Josepha, Karolina und Antonia, das erscheint mir wenig glaubhaft.
Vielleicht kannst Du mich in Bild setzten, liebe Marie, oder wer auch immer.


Marie Antoinette trug noch Jahre später Kleider aus ihrer Aussteuer in Frankreich, so daß sogar Maria Theresia sie fast vorwurfsvol frug ob sie diese alten Kleider noch immer anzog.




LG


Turlupin


Zuletzt geändert von Ministre Turlupin am 18.04.2009 18:38, insgesamt 7-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 17.04.2009 17:57 
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Aha, das finde ich aber recht gut, da so viel gesparrt wurde.

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BeitragVerfasst: 02.06.2010 23:32 
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Ich denke die große Sparsamkeit Maria Theresias rührt auch von den Erbfolgekriegen her, als Österreich kurz vor dem Bankrott stand und seine Soldaten kaum besolden konnte.
Sie wollte gewiß mit guten Beispiel vorran gehen, was das sparen betraf.
Zudem waren die Habsburger zwar sehr mächtig aber selten gut bei Kasse, was sich u.a. an den hohen Schulden Maximilians I bzw. Karl V bei den Fuggern.
Erst nach Franz Stephans Tod besaß die Familie ein ansehnliches Vermögen, mit welchen der Habsburgerfond gegründet wurde.

Und das Kleider an die nächstjüngeren Kindern weitervererbt wurden, klingt auch einleuchtend, da Seide damals ein teurer Rohstoff war und auch die Herstellung sehr kostspielig war.
Schmuck wurde im Hause Habsburg über Jahrhunderte vererbt, so besaßen kronprinz Rudolf und seine Frau Stephanie von Belgien die Eheringe Maria Theresias und Franz Stephans bzw. befinden sich heute noch im Besitz der Nachfahren Erzherzogin Marie Valerie einige der berühmten Diamantsterne von Kaiserin Elisabeth (vom Winterhalterportrait).

Bei MA, vlt. trug sie die Kleider aus Wien noch Jahrelang aus Sentimentalen Gründen? Also der Erinnerung wgen?

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